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G 12.030 CoverAntonio Vivaldi (1678–1741)
Concerto F-Dur (RV 442)
(Partitur und Stimmen)

für Altblockflöte, Streicher und B.c.
Herausgegeben von Franz Müller-Busch
Generalbassaussetzung von Eckhart Kuper

Girolamo G 12.030, Partitur und 5 Stimmen, € 24,00
ISMN 979-0-50084-049-7

Beispielseite

G 12.029 G 12.031




 

Vorwort

Antonio Vivaldi (1678–1741) ist für Blockflötisten vor allem wegen seiner virtuosen Konzerte für "Flautino" (RV 443 und 444 in C-Dur, RV 445 in a-Moll) und des Konzerts in c-Moll für Altblockflöte (RV 441) von besonderer Bedeutung. Zudem besetzte Vivaldi die Blockflöte in zwei Sonaten und einer Vielzahl von Konzerten für mehrere unterschiedliche Soloinstrumente und Orchester sowie in einigen Opernarien.
Das vorliegende Blockflötenkonzert in F-Dur (RV 442) ist Vivaldis erstes Konzert für Altblockflöte und Streicher. 1) Es entstand um 1725 2) und liegt mit dieser Edition erstmals in seiner ursprünglichen Form sowohl als kritische wie auch als praktische Ausgabe vor.

An dieser Stelle ist es nun sinnvoll, einen Blick auf die einzige erhaltene Quelle zu werfen, das autographe Partiturmanuskript, das in der Biblioteca Nazionale Universitaria di Torino (Universitätsbibliothek Turin) unter der Signatur Giordano 31, S. 347–352 aufbewahrt wird. Dem Ministerio per i Beni e le Attività Culturali und der Bibliotheksleitung sei hier für die Unterstützung und die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung gedankt.

Die beiden Außensätze des Konzertes stehen in F-Dur, der langsame Mittelsatz in f-Moll. Es trägt den Titel "Concerto per flauto", was bei Vivaldi eindeutig Altblockflöte bedeutet. Er verwendete das Konzert später als Vorlage für das Querflötenkonzert op. 10/5 in F-Dur (RV 434), das 1728 oder 29 in Amsterdam erschien. 3) Diesbezügliche Änderungen des Notentextes sind an verschiedenen Stellen zu erkennen. Außerdem finden sich schriftliche Anweisungen an den Kopisten an Satzanfängen und -enden, so z.B. die Anmerkung, dass der zweite Satz einen Ton nach oben zu transponieren und in 5 Notensystemen zu schreiben sei.

Da Vivaldi für seine späteren Einträge eine deutlich hellere oder inzwischen verblasste Tinte verwendete, ließ sich die ursprüngliche Fassung relativ gut rekonstruieren. Auch an den wenigen Stellen, an denen Noten weggekratzt und mit der helleren Tinte überschrieben wurden, ist die ursprüngliche Notation noch zu erkennen. Allerdings war es im 1. Satz in den Takten 34–35 und 50–53 sinnvoll, die überarbeitete Version zu übernehmen, da hier echte Fehler korrigiert wurden, die Stellen an Eleganz gewinnen konnten und ein stärkerer Bezug zum restlichen thematischen Material hergestellt wurde.

Zusätze des Herausgebers sind durch Einklammerung oder Strichelung kenntlich gemacht. Die Bezifferung wurde zudem in Anlehnung an den Druck von op. 10 komplett ergänzt, um dem Continuospieler die Arbeit zu erleichtern. Die herausgeberische Arbeit ist im Revisionsbericht dokumentiert.

Celle, im Februar 2010 Franz Müller-Busch

1) F. M. Sardelli: Vorwort zu Antonio Vivaldi: VI Concerti a Flauto Traverso Opera Decima, Faksimile Ausgabe, Florenz 2002, S. 17
2) a.a.O, S. 14–15 und S. 19
3) a.a.O, S. 9

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