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G 12.043 CoverGeorg Philipp Telemann (1681–1767)
12 Fantasien
bearbeitet nach den Fantasien für Viola da Gamba solo

für Altblockflöte solo
Bearbeitet von Monika Mandelartz

Girolamo G 12.049, Spielpartitur, € 24,00
ISMN 979-0-50084-077-0

Beispielseite

G 12.043 G 13.001



 


Vorwort

Als ich von dem neuen Fund von Zwölf Fantasien für Gambe solo von Georg Philipp Telemann hörte, war ich, wie sicher viele andere Musiker auch, hocherfreut und gespannt, welche Werke Telemann noch für uns bereit hält, denn wir kennen Telemann als einen überaus phantasievollen Musiker, der in verschiedenen Stilen komponierte.

In www.imslp.org ist ein PDF des Originaldruckes von ca. 1735 eingestellt, das mir als Ausgangspunkt diente.

Diese "neuen" Fantasien vermitteln ein völlig neues Spielgefühl, denn sie sind keinesfalls beim ersten Durchspielen zu verstehen. Wie manchen Rezensenten1 irritierten auch mich zunächst einige ungewöhnliche Passagen, jedoch wandelte sich meine anfängliche Skepsis schnell in Begeisterung für zwölf komplexe, musikalisch reichhaltige und eben auch sich nicht unmittelbar erschließende Stücke. Telemanns Gambenfantasien sind so reich an Ideen, dass ich auch jetzt, nachdem ich sie transkribiert habe, immer noch Neues entdecke. Telemann meinte ich zu kennen, aber nun musste ich feststellen: Ich kannte ihn höchst unvollständig.

Diese Erfahrung möchte ich gerne mit anderen Blockflötenspielern teilen und hier meine Transkription für Blockflöte veröffentlichen.

Zunächst habe ich alle Fantasien eine Undezime aufwärts transponiert, um sie in die Tonlage der Altblockflöte zu setzen. Die Gambe hat einen erheblich größeren Tonumfang als die Blockflöte und darüber hinaus die Möglichkeit, mit Doppelgriffen mehrstimmig und somit fugierte Musik zu spielen. Eine Übertragung auf die Blockflöte braucht daher einige Kunstgriffe. Oberste Priorität hatte für mich die Suche nach musikalisch sinnvollen Lösungen, wobei ich mich dabei manchmal für größere Veränderung der Vorlage entschied. Nur so war es möglich, den Eigenheiten und Möglichkeiten der Blockflöte gerecht zu werden, ohne den Spieler zu beschränken.

In diesem Sinne sind meine Transkriptionen als ein sehr persönlicher Vorschlag einer Musikerin des 21. Jahrhunderts für eine Übertragung auf die Blockflöte zu verstehen. Jeder Spieler möge selbst die Quellen studieren und seine eigene Version finden.

Für tiefergehende Studien empfehle ich die hervorragende Neuausgabe für Gambe von Thomas Fritzsch und Günter von Zadow, der ein sauber kopiertes Faksimile beiliegt.2

Ich wünsche allen Spielern ein inspiriertes Entdecken und Erarbeiten der "neuen" Fantasien von Georg Philipp Telemann.

Hamburg, im Oktober 2016, Monika Mandelartz

 

1) Hans-Georg Kramer: Zwölf Fantasien für Viola da Gamba solo, in: Concerto, das Magazin für alte Musik, Nr. 268 (Juli/August 2016), S. 22–24

2) Edition Güntersberg, Heidelberg 2016, Editionsnr. G281

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